Eine gut geplante LED-Anlage verbraucht 70 % weniger als eine Leuchtstoffanlage. Aber sie bleibt eine Anlage, die um acht ein- und um sieben ausschaltet, mit derselben Intensität an einem Sonnentag wie an einem Regentag, im leeren Besprechungsraum wie im vollen Open Space. Smarte Bürobeleuchtung beseitigt genau diese Restverschwendung: Jede Leuchte erhält Informationen — ist jemand da, wie viel Tageslicht kommt herein, wie spät ist es — und reagiert von selbst.
Der Unterschied zu früher ist nicht der Sensor, den es seit Jahrzehnten gibt, sondern dass die Steuerung heute in der Leuchte sitzt: einzeln adressierbare DALI-2-Treiber, ins Gehäuse integrierte Sensoren, Bluetooth-Mesh-Module, die keine Steuerleitung brauchen. Das senkt die Installationskosten auf ein Niveau, bei dem sich Automation auch in einem Büro mit fünfhundert Quadratmetern rechnet, nicht nur im Hochhaus.
Diese Seite erklärt, wie viel jede Strategie bringt, wie man zwischen den Protokollen wählt und wie die Anlage mit dem übrigen Gebäude spricht. Die lichttechnischen Grundanforderungen — 500 Lux, UGR <19, Farbwiedergabe — behandelt die Seite zur Bürobeleuchtung; soll die alte Anlage intelligent werden, beginnt der Weg beim Büro-Relamping.
Die Einsparung durch Smart Lighting ist keine einzelne Zahl, sondern die Summe verschiedener Strategien mit jeweils eigenem Einsatzfeld. Die Werte unten sind Größenordnungen aus Fachliteratur und Baustellenerfahrung, bezogen auf eine bereits effiziente LED-Anlage; sie sind am realen Nutzungsprofil des Gebäudes zu prüfen.
| Strategie | Typische Einsparung | Wo sie am meisten bringt | Was sie voraussetzt |
|---|---|---|---|
| Präsenz-/Abwesenheitserfassung | 20–30 % | Einzelbüros, Besprechungsräume, Sanitärräume, Archive | PIR- oder Ultraschallsensor je Raum, abgestimmte Nachlaufzeit |
| Tageslichtregelung | 20–40 % | Arbeitsplätze bis 4–5 m vom Fenster, verglaste Open Spaces | Lichtsensor, DALI-dimmbare Leuchten, Zonen parallel zu den Fenstern |
| Konstantlichtregelung (Kompensation der Alterung) | 10–15 % | Alle Räume | Dimmbarer Treiber und Inbetriebnahme unter 100 % |
| Szenen und Zeitprogramme | 5–10 % | Besprechungsräume, Empfang, Gemeinschaftsflächen, abendliche Reinigung | Steuersystem mit Uhr und gespeicherten Szenen |
| Tunable White / HCL | Wohlbefinden, keine Einsparung | Open Spaces, Besprechungsräume, Räume ohne Tageslicht | Zweiweiß-Leuchten und programmierte Tageskurve |
| Energiemonitoring (D4i) | Entscheidungen, keine direkte Einsparung | Mehrmietergebäude, Zertifizierungen, Contracting | D4i-Treiber, Gateway, Datenplattform |
Die Strategien addieren sich, multiplizieren sich aber nicht: Ein Open Space mit Präsenz- und Tageslichtregelung zusammen landet meist 40 bis 50 % unter der ungeregelten LED-Anlage, die ihrerseits 70 % weniger als Leuchtstoff verbrauchte. In Reihe gerechnet erreicht LED plus Steuerung −80 % gegenüber dem Ausgangspunkt. Genau das klassifiziert die EN 15232-1: Eine Anlage mit Präsenzerfassung und raumweiser Tageslichtregelung fällt in die Automations-Klasse A, die im Energieausweis des Gebäudes am meisten wiegt.
Drei Ebenen, von der einzelnen Leuchte bis zum Gebäude. Jede kann ohne die nächste bestehen — deshalb kann man klein anfangen.
DALI-2 ist der offene Standard (IEC 62386) für die drahtgebundene Steuerung: Jede Leuchte hat eine Adresse, dimmt flimmerfrei von 0,1 bis 100 %, meldet Störungen und Betriebsstunden. Mit der Erweiterung D4i liefert der Treiber auch Verbrauchsdaten in Echtzeit. Es ist die Wahl für Neuanlagen, bei denen die Busleitung zusammen mit der Versorgung verlegt wird.
Bluetooth Mesh kommt ohne Bus aus: Die Leuchten kommunizieren per Funk und werden vom Smartphone aus in Betrieb genommen. Es ist die Wahl für die Nachrüstung in belegten Büros und für Flächen mit häufig wechselndem Layout, denn ein versetzter Schreibtisch erfordert keine neue Verkabelung. Die Leuchten von 3F Filippi gibt es in beiden Versionen.
Ein Präsenzmelder schaltet ein, sobald er jemanden erkennt; ein Abwesenheitsmelder schaltet nur nach einer Zeit ohne Bewegung aus und überlässt das Einschalten der Person. Im Büro ist der zweite fast immer vorzuziehen: Niemand findet das Licht eingeschaltet vor, weil ein Kollege durch den Flur gegangen ist.
Der Lichtsensor misst das von der Arbeitsfläche reflektierte Licht und reduziert den Lichtstrom der Leuchte gerade so weit, dass 500 Lux gehalten werden. Die in die 3F Filippi Leuchten integrierten Sensoren erfassen Präsenz und Helligkeit gemeinsam, mit einem auf die typische Bürohöhe abgestimmten Erfassungsbereich.
Ein Gateway bindet die DALI- oder Bluetooth-Anlage an die Gebäudeleittechnik an (BACnet, KNX, Modbus): dieselben Zeitpläne wie die Klimatisierung, gemeinsame Sensoren für Licht und Lüftung, Zentralabschaltung mit dem letzten Badge. Die Daten der D4i-Treiber speisen das Energiereporting für LEED, BREEAM und WELL sowie für Energieeinspar-Contracting.
Tunable-White-Versionen folgen einer Tageskurve: kühleres, helleres Weiß am Morgen, wärmeres am Nachmittag — für den circadianen Rhythmus derer, die den Tag in Innenräumen verbringen.
Die vier Ergebnisse, die eine smarte Anlage liefert und eine konventionelle nicht liefern kann.
Konstante Beleuchtungsstärke auf der Arbeitsfläche, stufenlos gegen das Tageslicht geregelt: Der Schreibtisch am Fenster und der hinten im Raum erhalten dieselben 500 Lux — auch in zehn Jahren noch, wenn die LEDs einen Teil ihres Anfangslichtstroms verloren haben.
Die 70 % bringt die LED, den Rest bringt die Steuerung: In einem Büro mit gutem Tageslicht verbraucht die smarte Anlage weniger als ein Fünftel der Leuchtstoffanlage, von der man ausgegangen ist. Und die Rechnung lässt sich Leuchte für Leuchte lesen — man weiß, wo noch anzusetzen ist.
Mit Bluetooth Mesh entsteht eine neue Steuerzone am Telefon; mit DALI-2 genügt eine neue Adresszuordnung. Hybrides Arbeiten mit täglich wechselnder Belegung ist genau der Fall, in dem eine Anlage, die sich selbst anpasst, mehr wert ist als eine, die für die Maximalbelegung geplant wurde.
Die Treiber melden Störungen, Übertemperatur und Betriebsstunden: Wartung wird planbar statt auf Zuruf, und eine Leuchte, die auszufallen droht, wird im nächsten Wartungsgang getauscht — nicht erst, wenn sie einen Besprechungsraum im Dunkeln lässt.
Die Bürofamilien sind als DALI-Version erhältlich und viele davon mit integriertem Sensor oder Bluetooth-Modul. Auf den Produktseiten finden Sie die Steuerungsvarianten, die Fotometrie und die Dateien für die Berechnungssoftware.
Weitere Familien mit DALI- oder Funksteuerung: Mira Wand, 3F HD R, 3F Eldorado, 3F Six R, 3F LED Panel, L 320, L 340, L 350, L 360, L 490, 3F Reno, Zero 3F Track, 3F Zeta Track, 3F Linux, Binario 3F, 3F Mirella, 3F Mirella Floor, 3F Filoluce, 3F C8, Lucequadro.
Zwei Projekte, in denen die Lichtsteuerung vom ersten Tag an Teil der Planung war.
Automatische Regelung nach Präsenz und Tageslicht, konstante Beleuchtungsstärke über die Zeit, geringerer Verbrauch und zentrale Verwaltung der Anlage. Das Ergebnis ist eine angenehmere Arbeitsumgebung — das Licht stimmt immer, ohne dass jemand eingreift — und eine flexiblere, weil die Steuerzonen Layoutänderungen ohne Bauarbeiten folgen.
Ja. Die Lösungen von 3F Filippi sind kompatibel mit DALI-Systemen, Bluetooth-Protokollen und Gebäudeautomationsplattformen: Über ein Gateway verbindet sich die Anlage mit Klimatisierung, Sicherheitstechnik und Zutrittskontrolle und teilt Sensoren und Zeitpläne. D4i-Treiber liefern die Verbrauchsdaten für das Energiereporting.
Nein. Die Sensorleuchten von 3F Filippi sind auf jahrelangen Betrieb mit minimaler Wartung ausgelegt. Im Gegenteil: Die Monitoringsysteme ermöglichen Ferndiagnose und vorausschauende Wartung — Störungen erscheinen auf der Plattform, bevor sie jemand meldet, und Einsätze werden geplant, was Kosten und Ausfallzeiten senkt.
DALI-2 ist die zertifizierte, interoperable Fassung des DALI-Standards: Geräte verschiedener Hersteller verstehen sich wirklich, und die Erweiterung D4i fügt Verbrauchsdaten hinzu. Für eine Neuanlage ist es die natürliche Wahl, weil die Busleitung fast nichts kostet. Bluetooth Mesh braucht keine Steuerleitung und wird vom Smartphone aus eingerichtet: Es gewinnt bei Nachrüstungen in belegten Büros und in häufig veränderten Flächen. Beide Welten können über Gateways nebeneinander bestehen — die Entscheidung ist also nicht endgültig.
Mit in die Leuchten integrierten Sensoren bleibt der Aufpreis gegenüber einer konventionellen LED-Anlage überschaubar, weil der teuerste Posten wegfällt: Verkabelung und Montage separater Sensoren. Die Amortisation hängt vom Nutzungsprofil ab — in einem Open Space mit gutem Tageslicht und wechselnder Belegung liegt sie typischerweise bei zwei bis drei Jahren, bezogen auf den Mehrpreis gegenüber ungeregelter LED. Die genaue Rechnung erstellt unsere technische Abteilung aus den realen Betriebsstunden.
Es ist Licht, das dem circadianen Rhythmus folgt: Farbtemperatur und Intensität ändern sich über den Tag, kühler und heller am Morgen, wärmer gegen Abend, wie das Tageslicht. Sinnvoll ist es vor allem dort, wo Tageslicht fehlt oder knapp ist — Untergeschosse, tiefe Open Spaces, Nachtschichten — und wo Menschen viele Stunden verbringen. Die Tunable-White-Leuchten von 3F Filippi setzen es über eine im Steuersystem programmierte Kurve um, ohne dass jemand eingreifen muss.
Mit Grundriss, Fensterausrichtung und Arbeitszeiten schätzt unsere technische Abteilung die Einsparung jeder Steuerungsstrategie und schlägt den Automationsgrad vor, der sich wirklich rechnet. Unverbindlich.